Zielgruppen

Das SuGI-Schulungsportal richtet sich an mehrere, z.T. sehr unterschiedliche Zielgruppen mit verschiedenen Nutzungsmodellen: 

Diese Zielgruppen und ihre vorrangigen Nutzungsmodelle werden hier kurz beschrieben:

 

Mitarbeiter/innen von Rechenzentren und IT-Spezialist/innen in KMUs

Ein wesentlicher Teil der Zielgruppe sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hochschulrechenzentren, die sich mit High Performance Computing (HPC) beschäftigen, sowie IT-Spezialistinnen und Spezialisten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Hier kann unterschieden werden zwischen Fachkräften, die noch keine bzw. wenig Erfahrungen mit Grid-Computing haben und solchen, die bereits über fortgeschrittene Kenntnisse verfügen, diese aber noch spezifisch ausbauen möchten.

Diese Fachkräfte sollen in die Lage versetzt werden, in ihrer Hochschule bzw. ihrem Unternehmen Grid-Computing zu implementieren, zu verwalten und diesen Dienst vor Ort potenziellen Anwenderinnen und Anwendern anzubieten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Rechenzentren und KMUs werden dabei gezielt als Multiplikatoren angesprochen: Sie sollen wesentlich dazu beitragen, Grid in die Fläche zu tragen, bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bekannt zu machen und diesen die Potenziale und Anwendungsfelder zu verdeutlichen.

Für die Zielgruppe der Grid-unerfahrenen Fachkräfte werden Basisinformationen über Grid-Computing und detaillierte Anleitungen zur Installation, zum Betrieb und zur Administration von Grids bereitgestellt. Da die Eingliederung in das D-Grid vertiefte Kenntnisse über die zugrunde liegenden Middleware-Strukturen erfordert, bietet das SuGI-Portal Grundlagen-Schulungen und Workshops sowie klar strukturierte Selbstlernmodule, die ein zeit- und ortsunabhängiges Einlernen in die Materie ermöglichen.

Die Zielgruppe mit Grid-Vorkenntnissen erwartet Informationen und Schulungen zu spezifischen Problemstellungen z.B. zur Implementierung bestimmter Funktionen wie die Nutzung von bestimmten Diensten innerhalb des Globus Toolkit. Hier werden weiterführendes und systematisch aufbereitetes Wissen sowie vertiefende Lernmodule zu einzelnen Themengebieten angeboten. Darüber hinaus sind für diese Zielgruppe Fachvorträge zu speziellen Fragestellungen interessant, die online zur Verfügung gestellt werden.

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Anwender/innen

Eine weitere, indirekte Zielgruppe stellen darüber hinaus die Anwenderinnen und Anwender, also Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen bzw. Unternehmen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen dar. Wenngleich SuGI diese nur sekundär adressiert, müssen Lehrinhalte so aufbereitet werden, dass die direkten Adressaten sie mit hinreichender Güte an diese weiter vermitteln können.

Bei den Fachkräften in Rechenzentren ist von einem vergleichsweise hohen allgemeinen Wissen über IT-Systeme auszugehen. Da diese aber als Multiplikatoren fungieren und den Service vor Ort u.U. auch technisch nicht versierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern anbieten sollen bzw. hier teilweise erst Überzeugungsarbeit leisten müssen, wird auch die Fachinformationen zur Installation und Administration übersichtlich und möglichst verständlich gestaltet. Insbesondere Informationen, die ggf. an die Grid-Anwenderinnen und Anwender weitergegeben werden, sind derart aufbereitet, dass sie auch ohne spezifische IT- bzw. Grid-Kenntnisse nachvollzogen und verstanden werden können. Diejenigen, die den neu implementierten Dienst dann für ihre Forschungsarbeiten nutzen möchten, erwarten zusätzlich einen möglichst reibungslosen Service und einen begleitenden Support, der ihnen i.d.R. von den Rechenzentren vor Ort bereitgestellt wird.

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Institutionen, die Schulungsmaterialien bereitstellen

Als eine zusätzliche Zielgruppe kommen Institutionen hinzu, die Inhalte z.B. in Form von Schulungsmaterialien für das Portal bereitstellen. Sie sind für die Nachhaltigkeit des Portals von großer Bedeutung, da sie den Community-Gedanken verstärken und dazu beitragen können, das Portal bzw. dessen Inhalte zu etablieren und längerfristig auszubauen.

Diese Zielgruppe profitiert vorrangig von dem hohen Bekanntheitsgrad bzw. der guten Akzeptanz des Portals innerhalb der verschiedenen Grid-Communities, da so gewährleistet ist, dass mit den bereitgestellten Inhalten möglichst viele Interessenten erreicht werden. Darüber hinaus bietet das Portal die Möglichkeit zum Austausch mit den weiteren Zielgruppen. Templates zum einfachen einpflegen neuer Inhalte auf das Portal werden in Zukunft die Distribution neuer Inhalte maßgeblich vereinfachen.

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Fachleute der Grid-Community

Als Multiplikatoren im weiteren Sinne sind zudem Fachleute der Grid-Community angesprochen, sprich diejenigen, die Grid-Computing bereits einsetzen. Die Community profitiert von den im Projekt erarbeiteten bzw. bereitgestellten Informationen. So bietet beispielsweise SuGI u.a. den D-Grid-Projekten die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Arbeitsgebiete. Somit können diese z.B. mit Hilfe von Videos sich und ihre Arbeit vorstellen bzw. kleine Schulungen über ihre Portale und / oder Grid-Anwendungen anbieten. Dies ermöglicht es den Rechenzentren, ihren entsprechenden Wissenschafts-Communities auf einfache Art und Weise die D-Grid-Nutzung schmackhaft zu machen und entlastet die Community-Grids bei der Akquise und Schulung von Nutzerinnen und Nutzern.

Fachleute sind vor allem an aktuellen Informationen zu Grid-Computing interessiert. Darunter fallen z.B. Vortragsaufzeichnungen, von SuGI organisierte bzw. koordinierte Veranstaltungen sowie technische Neuerungen. Da aus Zeit- und Kostengründen die Teilnahme an Schulungen nicht immer möglich ist, werden relevante Veranstaltungen und Vorträge aufgezeichnet und online für die verschiedenen Nutzergruppen auf dem SuGI-Portal veröffentlicht.

Für alle Zielgruppen kann angenommen werden, dass die Arbeitsanforderungen vor Ort bereits sehr hoch sind und zumeist wenig Spielraum lassen für zeit- und kostenintensive Schulungsmaßnahmen – sofern kein neues Personal eingestellt werden kann. Mit Grid-Computing wird in den Einrichtungen ein weiterer Service angeboten, der für die Zielgruppe zunächst mit einem erhöhten Arbeitsaufwand einhergeht. Die Zielgruppe erwartet daher ein Schulungskonzept, das möglichst kompatibel ist zu den Arbeitsstrukturen und -abläufen vor Ort.

 

 

Für weiterführende Informationen siehe:

D1.1 - Konzeptpapier Trainingsplan

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