Grid-Prototypen

Prototyp 1: In Kooperation mit Deutsche Bank und IBM

Bepreisung und Abrechnung von Grid-Services

Das Ziel dieses Prototyps besteht darin, Grid-Services nutzungsgerecht zu bepreisen und abzurechnen. Dazu erfolgt eine schrittweise Umwandlung von der aktuellen Preiskalkulation von Grid-Services auf Produktbasis zu einer Bepreisung auf Stückbasis und letztlich auf Basis des aktuellen Marktpreises. Im Gegensatz zur herkömmlichen fixen, monatlichen Bepreisung von Ressourcen verlangen On-Demand-Dienste einen ereigniszentrischen Ansatz, bei dem das Abrechnungsereignis mit der Nutzung einer bestimmten Ressource anfängt und an deren Ende aufhört. Ein solches Abrechnungsschema erlaubt eine flexible und dynamische Nutzung von Grid-Services zu variablen Kosten anstatt der Nutzung dedizierter Hardware zu hohen Fixkosten.

Prototyp 2: In Kooperation mit Dresdner Bank und Data Synapse

Grid-basierte Renditeberechnung  von Anlagevermögen

Aufgrund der stetigen Zunahme der Bedeutung einer zeitnahen Renditeermittlung und dem Bedarf nach einer besseren Vergleichbarkeit von Kundendepots ist die Finanzdienstleistungsindustrie bemüht, die Kalkulation der Rendite zu standardisieren. Um den gegebenen Anforderungen gerecht zu werden, wird die Renditeberechnung  von Kundenportfolios mit der sogenannten Money-Weighted-Return-Methode und für das gehobene Privatkundensegment nach der exakteren Time-Weighted-Return-Methode durchgeführt. Da diese beiden Berechnungsmethoden sehr rechen- und somit zeitintensiv sind, besteht das Ziel dieses Prototypen darin, die Renditeermittlung durch eine skalierbare, Grid-basierte Lösung deutlich zu beschleunigen.

Prototyp 3: In Kooperation mit PA Consulting und Finanz Informatik

Grid-basierte Asset-backed Securities Factory

Das Ziel dieses Grid-basierten Prototyps besteht in der effizienten Verbriefung von Krediten (Asset-backed Securities, ABS), die an Börsen gehandelt werden können. Der Ansatz hierbei ist es, zunächst eine ABS-Factory unter der Schirmherrschaft einer großen Landesbank oder eines regionalen Sparkassenverbundes zu errichten, um Darlehen von einzelnen Sparkassen in der ABS-Fabrik zusammen zu legen, die über einen zentralen Datenbank-Provider betrieben wird. Durch die Besicherung von Darlehen können die Sparkassen die Zahl der risikobehafteten Vermögenswerte in ihrer Bilanz reduzieren und sich an gewinnbringenden, kostenpflichtigen Transaktionsgeschäften beteiligen.